Das Währungspaar EUR/USD tat sich am gesamten Dienstag schwer, eine klare Richtung zu finden. Trotz eines vergleichsweise dichten makroökonomischen Umfelds warteten die Trader auf Nachrichten aus dem Nahen Osten. Diese blieben jedoch aus. Trumps Äußerungen vom Montag über Verhandlungen mit dem Iran sind weiterhin unbestätigt, gleichzeitig gibt es aber auch keine klare Zurückweisung ihrer Existenz. Das Informationsumfeld ist von Insiderberichten sowohl von iranischer als auch von amerikanischer Seite geprägt. Konkrete Details fehlen jedoch weitgehend. Damit bleibt der Aufwärtstrend im Stundenchart zwar bestehen, ist aber äußerst schwach und instabil. Der US‑Dollar könnte seine Aufwärtsbewegung jederzeit wieder aufnehmen, falls der Markt zu der Einschätzung gelangt, dass sich die Lage im Nahen Osten auf absehbare Zeit nicht verbessern wird und die Preise für Öl und Gas weiter steigen. Die Unternehmensaktivität in der Europäischen Union zeigte im März ein gemischtes Bild, was die Bereitschaft der Trader, am Dienstag aktiv zu handeln, zusätzlich dämpfte.
Auf dem 5-Minuten-Chart bewegte sich das Paar am Dienstag größtenteils seitwärts. Es entfernte sich nur wenige Male um einige Dutzend Pips von der Zone 1,1584–1,1591. Damit hätten Einsteiger ein oder zwei Trades eröffnen können, aber keiner davon brachte einen Gewinn. Die Volatilität war am Dienstag gering.Auf dem Stunden-Chart ist der Abwärtstrend abgeschlossen, jedoch könnten wir es mit einer weiteren einfachen Aufwärtskorrektur zu tun haben. Zu Beginn des Jahres 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend fortgesetzt, sodass wir weiterhin mit einem neuen mittelfristigen Anstieg der Euro-Währung rechnen. Das grundlegende fundamentale Umfeld bleibt für den US-Dollar sehr schwierig; derzeit sind jedoch geopolitische Faktoren für den Markt von vorrangiger Bedeutung. Genau das verhindert einen fallenden Dollar.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,1584–1,1591 festigt, mit einem Zielbereich bei 1,1527–1,1531. Ein Abprall von der Zone 1,1584–1,1591 würde die Eröffnung von Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,1655–1,1666 ermöglichen.
Auf dem 5-Minuten-Chart sollten derzeit die folgenden Marken beobachtet werden: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Mittwoch wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Euroraum sprechen, doch dieses Ereignis dürfte nach der EZB-Sitzung in der vergangenen Woche kaum von größerer Bedeutung sein. Die EZB hat dem Markt alle notwendigen Informationen geliefert, daher ist es unwahrscheinlich, dass Lagarde heute noch etwas Wichtiges oder Interessantes verkünden wird.
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und die Richtung angeben, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – die Histogramm- und die Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements sind die Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
QUICK LINKS