Das Währungspaar EUR/USD handelte am Dienstag mit geringer Volatilität und in einer korrektiven Bewegung, wobei der Markt nicht nur den makroökonomischen und fundamentalen Hintergrund, sondern auch den geopolitischen Kontext ignorierte. Es ist anzumerken, dass es zuletzt keine bedeutenden geopolitischen Ereignisse gegeben hat. Der geopolitische Hintergrund beschränkt sich auf zahlreiche Berichte über Verhandlungen, Abkommen und gegenseitige Drohungen zwischen Iran und den USA. So wurde beispielsweise erst gestern gemeldet, dass die zweite Verhandlungsrunde (die eigentlich am Wochenende stattfinden sollte) am Mittwoch stattfinden werde. Doch in der Nacht zum Mittwoch erklärte Iran erneut, dass Verhandlungen unmöglich seien, solange Washington die Blockade der iranischen Häfen und der Straße von Hormus nicht aufhebt. Infolgedessen reagiert der Markt schlicht nicht auf den ständigen Zustrom von Insiderinformationen und Berichten einzelner, „quellennaher“ Journalisten und entscheidet sich stattdessen dafür, tatsächliche Ereignisse abzuwarten, statt auf Gerüchte zu reagieren. Wie von uns erwartet, ist das Währungspaar EUR/USD in dieser Woche auf eine Korrektur ausgerichtet.
Im 5-Minuten-Chart bildete sich am Dienstag ein Handelssignal. Während der amerikanischen Sitzung, näher zum Abend, durchbrach das Paar den Bereich 1,1745–1,1754 und prallte anschließend mehrfach von unten an dieser Zone ab. Daher konnten Einsteiger eine Short-Position eröffnen; angesichts der geringen Volatilität kann sich die Abwärtsbewegung jedoch heute fortsetzen.Im Stundenchart bleibt der Aufwärtstrend intakt. Zwei Wochen in Folge wurde der Dollar abverkauft, während geopolitische Faktoren an Bedeutung verloren haben. Nun spitzt sich die geopolitische Lage jedoch wieder zu, sodass der US‑Dollar in dieser Woche erneut als sicherer Hafen gefragt sein könnte. Wir halten eine Korrektur für möglich, aber in jedem Fall stehen den Tradern technische Niveaus für den Handel zur Verfügung, und die Bewegungen werden von der Entwicklung im Nahen Osten abhängen.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen halten, nachdem sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1745–1,1754 stabilisiert hat, mit einem Ziel bei 1,1655–1,1666. Neue Long-Positionen kommen in Betracht, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1745–1,1754 festsetzt, mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837.
Im 5-Minuten-Chart sind unter anderem folgende Niveaus zu beachten: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Mittwoch wird die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, in der Eurozone sprechen; sie ist in dieser Woche bereits einmal aufgetreten. Ihre Rede am Montag rief keine Marktreaktion hervor.
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kurszonen, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit-Marken können in deren Umfeld platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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