Der Test des Kurses bei 1,1690 erfolgte, als sich der MACD-Indikator deutlich unterhalb der Nulllinie befand, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.
Beunruhigende Nachrichten aus dem Nahen Osten geben berechtigterweise Anlass zur Sorge. Informationen über einen angeblichen Angriff auf ein amerikanisches Kriegsschiff in der Straße von Hormus sowie Berichte über Beschuss des Staatsgebiets der VAE können nicht ohne ernsthafte Beunruhigung bleiben. Diese Ereignisse haben bereits Druck auf den Euro ausgeübt und könnten die Spannungen weiter verschärfen. Die Situation erfordert einen vorsichtigen Ansatz aller Beteiligten. Die diplomatischen Bemühungen sollten auf Deeskalation und die Verhinderung einer weiteren Zuspitzung gerichtet sein; geschieht dies jedoch nicht, wird der Druck auf Risikoanlagen nur weiter zunehmen.
Heute gibt es in der ersten Tageshälfte keine wichtigen fundamentalen Daten aus der Eurozone, sodass sich die gesamte Aufmerksamkeit der Trader auf das Treffen der EU-Finanzminister und die Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, richten wird. Besonderes Augenmerk gilt dabei jedem Hinweis auf mögliche Veränderungen der Zinssätze. Vor dem Hintergrund steigender Inflation erwartet der Markt, dass die EZB gezwungen sein könnte, zur Straffung der Geldpolitik zurückzukehren. Allerdings könnte die sich anbahnende Rezession in einigen Ländern der Eurozone die Zentralbank zu einem vorsichtigeren Vorgehen zwingen, um eine Verschärfung des wirtschaftlichen Abschwungs zu vermeiden. Dieses Spannungsfeld bringt Lagarde in eine schwierige Lage, da sie zwischen Preisstabilität und finanzieller Unterstützung der Wirtschaft abwägen muss.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute Euro zu kaufen, sobald der Einstiegspunkt bei etwa 1,1695 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Kursziel bei 1,1721. Bei 1,1721 beabsichtige ich, den Markt zu verlassen und außerdem Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Ein Anstieg des Euro ist nur nach positiven Nachrichten zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und von dort aus gerade beginnt zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich beabsichtige außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1677 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes führen. Ein Anstieg auf die gegenüberliegenden Niveaus von 1,1695 und 1,1721 ist zu erwarten.
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald das Niveau von 1,1677 (rote Linie im Chart) erreicht wird. Das Kursziel liegt bei 1,1646, wo ich beabsichtige, meine Short-Positionen zu schließen und außerdem unmittelbar Long-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Paar kann jederzeit zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und von dort aus gerade beginnt zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1695 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr des Marktes führen. Ein Rückgang auf die gegenüberliegenden Niveaus von 1,1677 und 1,1646 ist zu erwarten.

Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Trading-Plan, wie oben beschrieben, unerlässlich. Impulsive Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine Verluststrategie.
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