Analytical Reviews

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Britisches Pfund. Wöchentliche Vorschau
18:49 2026-06-08 UTC--4

Das britische Pfund startet mit einem eher trüben Unterton in die neue Woche. Die vergangene Woche endete mit einem erwarteten Einbruch, allerdings nicht aufgrund des Nonfarm-Payrolls-Reports, sondern wegen der Wellenanalyse. Ich hatte zuvor bereits erwähnt, dass einzelne korrektive Wellen selten vorkommen. Daher war beim GBP/USD-Instrument mindestens eine Drei-Wellen-Struktur zu erwarten. Der Kursrückgang am Freitag führte zur Ausbildung der Welle 3 oder C. Auf Basis all dessen könnte sich die Lage des Pfunds in naher Zukunft verbessern, wobei die europäische Währung, deren abwärtsgerichtetes Wellenmuster sich vermutlich dem Ende nähert, unterstützend wirken könnte.

Welche spannenden Ereignisse erwarten uns diese Woche im Vereinigten Königreich? Praktisch keine. Erst am Freitag werden einige Berichte veröffentlicht, die Beachtung verdienen, aber selbst diese werden die kurzfristigen Perspektiven des Pfunds oder die Wellenstruktur kaum beeinflussen. Der britische Nachrichtenhintergrund steht in der Rangfolge nach der Geopolitik und den amerikanischen Daten nur an dritter Stelle und erhält entsprechend wenig Aufmerksamkeit. Am Freitag werden im Vereinigten Königreich Berichte zum BIP und zur Industrieproduktion für April veröffentlicht. Die gemeldeten Werte dürften erneut schwach ausfallen. Daher kann das Pfund nicht mit nennenswerter Unterstützung rechnen.

Aktuell verfügt es jedoch über eine vorteilhafte Wellenstruktur und möglicherweise sogar über Rückenwind durch geopolitische Faktoren, so schwer das auch zu glauben ist. Ich habe häufig betont, dass die Geopolitik überwiegend den US‑Dollar stützt, doch der Dollar kann sich nicht dauerhaft allein auf diesen Faktor verlassen, um das Vertrauen des Marktes zu erhalten. Derzeit behauptet Donald Trump weiterhin, dass ein Abkommen mit Iran nahezu erreicht sei. Auch wenn dem amerikanischen Präsidenten kein Vertrauen entgegengebracht wird, so kann er nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nicht ständig falsche oder irreführende Aussagen treffen. Früher oder später wird Trump mit seiner Einschätzung zur Lösung des Konflikts richtigliegen, und der Markt könnte ihm gelegentlich Gehör schenken. Warum also nicht jetzt, da die Wellenanalyse sowohl für den Euro als auch für das Pfund positiv ist?

Auf Grundlage all dessen werden Geopolitik und der amerikanische Nachrichtenhintergrund für das GBP/USD-Instrument in dieser Woche von großer Bedeutung sein. Das Pfund hat Chancen auf Kurszuwächse, doch ein erfolgreicher Durchbruch durch die 33er-Marke (das Tief der Welle 1 oder A) würde darauf hindeuten, dass sich Welle 3 oder C in einer ausgedehnteren Form entwickeln könnte.

Wellenbild für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem bullischen Trendabschnitt befindet, sich kurzfristig jedoch in einem abwärtsgerichteten Trendsegment bewegt, das bereits abgeschlossen sein könnte. Meiner Ansicht nach ist dies ein guter Zeitpunkt, um den Aufbau von Long-Positionen zu erwägen. Ein erfolgloser Versuch, die Marke von 1,1513 zu durchbrechen, die dem 76,4%-Niveau der Fibonacci-Skala entspricht, in Kombination mit dem abgeschlossenen Erscheinungsbild des abwärtsgerichteten Trendsegments, legt nahe, dass das Instrument dazu übergehen wird, ein bullisches Wellenmuster mit Zielen im Bereich der 17er-Marke und darüber zu bilden.

Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das GBP/USD-Instrument ist klarer geworden. Derzeit hat das Instrument drei Abwärtswellen gebildet, während beim EUR/USD-Instrument bereits fünf Wellen entstanden sind. Daher könnte sich das Pfund auf die Ausbildung einer Korrekturstruktur beschränken, und beide Währungspaare könnten mit dem Aufbau bullischer Trendsegmente beginnen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies nur eine Annahme, aber eine wahrscheinliche. Trifft sie zu, dürfte das Instrument mit Zielen im Bereich der 35er-Marke und darüber zu steigen beginnen.

Wichtige Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln, da sie häufig Anpassungen erfordern.
  2. Besteht Unsicherheit im Markt, ist es besser, keine Position einzugehen.
  3. Es gibt keine 100%ige Sicherheit in Bezug auf die Bewegungsrichtung und wird sie auch nie geben. Vergessen Sie nicht den Einsatz schützender Stop-Loss-Orders.
  4. Die Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

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