Das Währungspaar GBP/USD legte am Freitag leicht zu, insgesamt sehen wir jedoch nach einem weiteren starken Rückgang keine gerechtfertigte und angemessene Korrektur. Trotz der Tatsache, dass der Rückgang nun bereits seit fast zwei Monaten andauert, können wir ihn nicht als stabil, robust oder tragfähige Grundlage für einen Dollartrend bezeichnen. Zunächst stieg der Dollar aufgrund des Kriegs im Nahen Osten; jetzt beruht seine Stärke vermutlich auf der Aussicht einer zukünftigen Straffung der Geldpolitik durch das Federal Reserve System. Allerdings ist es unmöglich vorherzusagen, wie, wann oder auf welche Weise der Konflikt zwischen Iran und den USA enden wird, sodass sich die Marktlage noch mehrfach ändern kann, bevor die Fed überhaupt beginnt, den Leitzins anzuheben – falls sie dies überhaupt tut. Erwähnenswert ist auch, dass am Freitag der Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan veröffentlicht wurde, der insgesamt unter den Prognosen lag, aber deutlich höher als im Vormonat ausfiel. Der Markt reagierte auf diesen Bericht jedoch überhaupt nicht.

Im 5-Minuten-Chart wurde am Freitag nur ein einziges Handelssignal erzeugt. Kurz vor Beginn der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von der Zone 1,3175–1,3180 nach oben ab, was Tradern die Möglichkeit gab, Long-Positionen zu eröffnen. Bis zum Ende des Tages konnte das Paar um 25–30 Pips zulegen, was sich Einsteiger problemlos sichern konnten.
Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Paar seinen Abwärtstrend fort. Der Konflikt im Nahen Osten ist, wenn schon nicht vollständig beendet, zumindest auf Eis gelegt; die Fed hat lediglich ein mögliches Anheben des Leitzinses bis zum Jahresende signalisiert, was auch ausbleiben kann, und der Markt schien über Keir Starmers Rücktritt nicht sonderlich verstimmt zu sein. Somit sehen wir weder ausreichende Gründe für das jüngste Wachstum des Dollars noch für dessen Fortsetzung.
Am Montag können Einsteiger Short-Positionen mit Ziel 1,3096–1,3107 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,3175–1,3180 festsetzt. Ein Abprall des Kurses von der Zone 1,3175–1,3180 nach oben ermöglicht das Eröffnen neuer Long-Positionen mit Ziel 1,3259–1,3267. Die Volatilität ist in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen, was unbedingt berücksichtigt werden sollte.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den folgenden Marken gehandelt werden: 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Montag sind weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Veröffentlichungen geplant, sodass es für Trader heute wenig Konjunkturanlässe gibt. Wir gehen davon aus, dass die Volatilität heute gering sein wird, während im Wochenverlauf zahlreiche wichtige Ereignisse anstehen. Entscheidend ist, dass der Markt diese nicht so ignoriert wie in den vergangenen Monaten.
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorherigen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
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