Am Freitag stehen zahlreiche makroökonomische Veröffentlichungen an. In Deutschland, der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA werden die Einkaufsmanagerindizes für August veröffentlicht. Zur Erinnerung: Die Geschäftsaktivitätsindizes von S&P erscheinen – anders als die ISM-Indizes – in zwei Schätzungen. Daher kommt den ISM-Indizes deutlich mehr Gewicht zu. Folglich dürften die US‑Indizes heute nur begrenztes Interesse bei den Händlern wecken, während die europäischen und britischen Daten mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. Zusätzlich wird im Vereinigten Königreich ein Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht. Auf alle für den Vormittag geplanten Veröffentlichungen dürfte nur dann spürbar reagiert werden, wenn die tatsächlichen Werte deutlich von den Prognosen abweichen.

Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag gibt es absolut nichts Erwähnenswertes. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Federal Reserve schweigen – wie von Kevin Warshs neuer Kommunikationsstrategie mit der Öffentlichkeit vorgesehen –, sodass es keine „frischen“ Informationen von der Fed gibt. In dieser Woche hat die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, zwar eine Rede gehalten, sie hat den Märkten jedoch nichts Bedeutendes vermittelt. Nichtsdestotrotz könnte die EZB im Herbst eine zweite geldpolitische Straffung vornehmen, ebenso wie die Bank of England, die erneut mit steigender Inflation konfrontiert ist. Hinsichtlich der Fed bestehen weiterhin ernsthafte Zweifel.
Der geopolitische Hintergrund lässt weiterhin stark zu wünschen übrig. Die USA und der Iran führen derzeit keine Verhandlungen; die Straße von Hormus bleibt ganz oder teilweise geschlossen, und die jemenitischen Huthi halten die Blockade Saudi-Arabiens aufrecht. Teheran hat Washington eine Liste von Forderungen vorgelegt, die Voraussetzung für die Öffnung der Straße sind, denen Donald Trump unter keinen Umständen zustimmen wird. Iran hat Washington zudem gewarnt, dass es mit der „Säuberung“ der Straße mit eigenen Kräften beginnen werde, falls die Blockade nicht aufgehoben wird. Unterdessen hat Trump beschlossen, eine beispiellose wirtschaftliche Operation zur Ausschaltung Irans durchzuführen und droht damit, Sanktionen gegen alle Länder zu verhängen, die in irgendeiner Weise mit Iran zusammenarbeiten.
Am letzten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare eher träge gehandelt werden, da heute nur wenige wichtige Nachrichtenveröffentlichungen anstehen. Der Euro kann im Bereich von 1,1655–1,1665 gehandelt werden, während das Pfund Sterling im Bereich von 1,3631–1,3641 und bei 1,3695 gehandelt werden kann. Insgesamt erwarten wir, dass sowohl der Euro als auch das Pfund gegenüber dem US‑Dollar an Stärke gewinnen, und nur geopolitische Faktoren oder ein technischer Korrekturbedarf könnten den Aufwärtsimpuls bremsen.
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (‑zonen) sind die Kursziele beim Öffnen von Kauf‑ oder Verkaufsorders bzw. Quellen für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung derzeit bevorzugt gehandelt wird.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte der Handel zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht erfolgen, oder man sollte den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein solides Money Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
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