Analytical Reviews

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Handelsempfehlungen und Trade-Überblick für EUR/USD am 10. September. Der Euro bleibt vor der EZB-Sitzung ruhig
03:06 2026-09-10 UTC+00

Analyse EUR/USD 5M

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Mittwoch erneut nur eine geringe Volatilität und behauptete einen moderaten, klar korrektiven Aufwärtstrend. Eine neue Trendlinie signalisiert eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Der Kurs hat zudem die Ichimoku-Linien nach oben durchbrochen, was auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeutet. Die Schwäche des Aufwärtsimpulses der Gemeinschaftswährung deutet jedoch darauf hin, dass es sich um eine Korrekturbewegung handeln könnte – ein Rückgang könnte also jederzeit wieder einsetzen. Auf welcher Grundlage? Das ist die entscheidende Frage. Aus unserer Sicht gibt es für den Dollar nach wie vor keine mittelfristigen Gründe für eine nachhaltige Aufwertung. Kurzfristig kann der Dollar aufgrund bestimmter Ereignisse oder Konjunkturdaten oder im Rahmen einer Korrektur zulegen, aber wir rechnen nicht damit, dass das Paar beispielsweise bis auf 1,1300 fällt. Daher erwarten wir trotz des korrektiven Charakters der aktuellen Aufwärtsbewegung weiterhin eine mittelfristige Stärkung des Euro. Heute wird die Europäische Zentralbank ihre Entscheidung bekannt geben, und eine Zinserhöhung ist bereits eingepreist. Christine Lagarde dürfte voraussichtlich keinen klaren Ausblick geben, sodass ihre Aussagen eher nüchtern ausfallen könnten. Der Euro könnte heute etwas zulegen, aber wir rechnen nicht mit einer extrem hohen Volatilität.

Aus technischer Sicht bildet das Paar derzeit einen neuen Aufwärtstrend aus, der weiterhin korrektiv wirkt. Die Ereignisse dieser Woche können diesen Trend entweder brechen oder in einen voll ausgeprägten Aufwärtstrend überführen. Die heutige Entscheidung der EZB könnte den Euro stützen; der morgige US-Inflationsbericht könnte dem Dollar neue Probleme bereiten.

Im 5-Minuten-Chart (TF) bildete sich am Mittwoch ein Verkaufssignal. Zu Beginn der US-Session prallte der Kurs mit minimaler Abweichung vom Bereich 1,1657–1,1665 nach unten ab, was Short-Einstiege ermöglichte. Die Bewegungen waren jedoch schwach, sodass das potenzielle Intraday-Gewinnziel auf etwa 10–15 Pips begrenzt war.

COT-Report

Der neueste COT-Bericht trägt das Datum 1. September. Auf dem Wochen-Chart ist die Nettoposition der Non-Commercial-Trader bärisch geworden und im Jahr 2026 aufgrund geopolitischer Ereignisse deutlich zurückgegangen. In den vergangenen sechs Monaten haben Trader ihr Euro-Engagement zugunsten des US-Dollar reduziert. Trumps Politik hat sich nicht verändert, und der Dollar fungierte eine Zeit lang als „Reservewährung“.

Wir sehen jedoch nach wie vor keine fundamentalen Gründe für eine weitere Dollar-Stärkung. Der Krieg im Nahen Osten hat den Dollar vorübergehend sehr attraktiv gemacht, doch dieser Effekt könnte sich bereits abschwächen. Langfristig könnte der Euro bis auf 1,08 fallen (Trendlinie), doch der Aufwärtstrend bleibt intakt. Nach den vergangenen Monaten der Dollar-Stärke ist das Paar dieser Trendlinie nicht wesentlich näher gekommen.

Die roten und blauen COT-Linien deuten auf eine ungefähre Parität zwischen Bullen und Bären hin. In der letzten Berichts­woche stiegen die Non-Commercial-Long-Positionen um 4.500 Kontrakte, während die Short-Positionen um 6.900 zurückgingen, sodass sich die Nettoposition um 11.400 Kontrakte erhöhte.

Analyse EUR/USD 1H

Im Stunden-Chart setzt EUR/USD den neuen Aufwärtstrend fort. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, reicht aber nicht aus, um eine neue starke-Dollar-Rally auszulösen. Der Anstieg des Euro fällt bislang sehr verhalten aus, da der Markt in den vergangenen Wochen eher träge gehandelt hat. Heute, morgen und in der kommenden Woche ist jedoch mit zunehmender Volatilität und entsprechend mit Trendbewegungen zu rechnen – der Markt erhält die Informationen, die er für aktives Trading benötigt.

Die wichtigsten Handelsmarken für den 10. September sind 1,1234, 1,1274, 1,1362–1,1368, 1,1461–1,1473, 1,1536–1,1542, 1,1585, 1,1657–1,1665, 1,1750–1,1760, 1,1786, 1,1830–1,1837 sowie die Ichimoku-Linien Senkou Span B (1,1623) und Kijun-sen (1,1621). Die Ichimoku-Linien können sich im Tagesverlauf verschieben; berücksichtigen Sie dies bei der Signalauswertung. Verschieben Sie den Stop-Loss auf Break-even, sobald sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, um sich vor Fehlsignalen zu schützen.

Im Euroraum stehen heute die Entscheidung der ECB und die Pressekonferenz von Christine Lagarde im Mittelpunkt; in den USA sind lediglich Sekundärdaten, darunter der PPI, terminiert. Die gesamte Aufmerksamkeit gilt der ECB.

Handelsempfehlungen

Heute können Trader Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1621 und 1,1623 in Betracht ziehen, falls der Kurs vom Bereich 1,1657–1,1665 nach unten abprallt. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,1657–1,1665 eröffnet die Möglichkeit, Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1750–1,1760 einzugehen. Die Volatilität könnte heute leicht anziehen, dürfte aber eher moderat bleiben.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind dicke rote Linien, an denen eine Bewegung auslaufen kann. Sie sind keine eigenständigen Handelssignale.

Die Linien Kijun-sen und Senkou Span B sind Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stunden-Chart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.

Extremniveaus sind dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor bereits abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.

Gelbe Linien kennzeichnen Trendlinien, Trendkanäle und andere charttechnische Formationen.

Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Größe der Netto-Position jeder Händlergruppe an.

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